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GESCHICHTLICHER HINTERGRUND

Das 52. Fighter Wing wurde am 31. Dezember 1971 auf dem Flugplatz Spangdahlem in Deutschland aufgestellt und verfuegte zu diesem Zeitpunkt ueber Luftfahrzeuge vom Typ F-4D Phantom II und EB-66 Destroyer. Die EB-66 wurden zwar im Januar 1973 abgezogen, doch erhielt das Geschwader im gleichen Monat eine Staffel F-4C Wild Weasel. Mitte 1982 hatte der Verband seinen Bestand an F-4C und F-4D gegen die moderneren Jaeger F-4E und F-4G ausgetauscht. 

Im November 1983 uebernahm das 52. Fighter Wing als erstes Kampfgeschwader ausserhalb des US-Festlands den Einsatzauftrag zum Niederhalten der gegnerischen Abwehrkraefte; alle der damals drei Jagdstaffeln waren mit den Flugzeugmustern F-4E und F-4G ausgeruestet. Die Luftfahrzeuge wurden paarweise als sog. Wild-Weasel-Teams (Hunter/Killer) zusammengestellt, um mit Radargeraeten arbeitende Boden/Luft-Flugkoerpersysteme zu lokalisieren und auszuschalten. 

Im April 1987 begann das Geschwader mit dem Austausch der veralteten Jaeger F-4E gegen moderne F-16C/D direkt aus der Produktion von General Dynamics in Fort Worth, Texas. Die letzte F-4E verliess den Flugplatz Spangdahlem im Dezember 1987. 
Mit diesem Wechsel sicherte sich das 52. Fighter Wing einen Platz in der Air-Force-Geschichte als erstes Geschwader, dass innerhalb der einzelnen Staffeln zwei voellig unterschiedliche Jagdflugzeugtypen in der Hunter/Killer-Rolle erfolgreich einsetzt. Die vielseitigen Luftfahrzeuge entsprachen dem Geschwadermotto "Seek, Attack, Destroy" (Suchen, Angreifen, Vernichten) und ermoeglichten dem Verband die Erfuellung seines einzigartigen Auftrags, naemlich das Niederhalten der gegnerischen Abwehrkraefte zur Unterstuetzung der NATO- und US-Truppen. 

Im August 1990 wurde das 52. Jagdgeschwader als erster Verband der 17. Air Force fuer die Operation Desert Shield nach Vorderasien verlegt. Waehrend der Operation Desert Storm wurden 24 F-4G nach Bahrein und 12 F-4G, sowie 12 F-16C auf den Flugplatz Incirlik in der Tuerkei verlegt, dazu 1 300 Soldaten und 6 000 t an Geraet. Das Geschwader ist stolz darauf, dass waehrend dieses Krieges kein einziger Verlust an Luftfahrzeugen oder Personen durch Kampfhandlungen zu verzeichnen war. Waehrend des vierzigtaegigen Kampfgeschehens fuehrte das Geschwader in 7 200 Stunden mehr als 3 900 Einsaetze durch und verzeichnete 142 Treffer auf Radaranlagen. 

Im Rahmen der Umstrukturierung der amerikanischen Luftwaffe wurden auch die Jagdstaffeln des Geschwaders umgeruestet. Die 22. und 23. Staffel verfuegen jetzt ueber 18 Flugzeuge des Typs F-16 und die 81. Staffel ueber 18 Flugzeuge des Typs A/OA-10. 
Vom 25. Februar 1994 bis 10. Maerz 1999 verfuegte das Geschwader neben der F-16 und A/OA Flugzeuge ebenfalls ueber 18 Luftfahrzeuge des Typs F-15C, die der 53. Fighter Squadron unterstanden. Die 53. Staffel wurde am 10. Maerz 1999 auf dem Flugplatz Spangdahlem offiziell inaktiviert und feierlich verabschiedet. Nach der Schliessung des Flugplatzes Bitburg hatte man die 53. Staffel 1994 nach Spangdahlem verlegt. 

Im Verlauf der Umstrukturierung was das Geschwader laufend an zwei Krisenoperationen im Irak und in Bosnien beteiligt. Seit dem Ende des Golfkriegs hat der Verband zur Unterstuetzung der Operation Provide Comfort Flugzeuge des Typs F-4G, F-16 und F-15 auf den Flugplatz Incirlik verlegt. Ziel dieser Operation ist die Schaffung einer Sicherheitszone im Nordirak zum Schutz der dort lebenden Kurden vor dem Regime Saddam Husseins. Seit Juli 1993 war das Geschwader zur Unterstuetzung der Operation Deny Flight auch mit seinen A-10, F-15 und F-16 auf dem Flugplatz Aviano in Italien vertreten. Mit dieser Operation sollte die Aufrechterhaltung einer Flugverbotszone ueber Bosnien durchgesetzt werden. 

Beide Operationen wurden fortgefuehrt; das 52. Fighter Wing hatte zu diesem Zeitpunkt auf beiden Einsatzorten Soldaten und Luftfahrzeuge stationiert. 
Waehrend der Operation Allied Force - als Unterstuetzung fuer Kosovo - war das 52. Jagdgeschwader als sogenanntes 52. "Air Expeditionary Wing" im Einsatz. Das Personal und deren Geraetschaften waren auf Deutschland und Italien verteilt. Zusaetzliche Einheiten des Geschwaders waren zum Flugplatz Aviano und Lecce, in Italien verlegt und unterstanden dort dem 31. "Air Expeditionary Wing." Am 6. April 1999 ging der Flugplatz Spangdahlem wiederum in die Geschichte ein: Seit Ende des zweiten Weltkrieges flog das Geschwader zum ersten Mal, zur Unterstuetzung der Operation Allied Force, aktive Einsaetze von deutschem Boden aus mit den Flugzeugen F-16CJ und F-117, den Tarnkappenjaegern. 

Das 52. "Air Expeditionary Wing" bestand aus vier Expeditionary-Einsatzgruppen und sieben Expeditionary-Flugstaffeln, die die F-16CJ und A/OA-10 Flugzeuge flogen, sowie die F-117 Tarnkappenjäger. Für die Operation Allied Force flog das Geschwader mehr als 3,000 Einsätze. Flugzeuge, die dem "Air Expeditionary Wing" zugeteilt waren, unterbrachen das Kommunikationsnetz und zerstörten die Infrastruktur: Strassen, Brücken und Eisenbahnlinien. Die 606. Luftüberwachungseinheit war verantwortlich für die Luftüberwachung im Krisengebiet. Während ihrer Teilnahme, kontrollierte die Einheit mehr als 4,500 Tankfahrzeuge, Empfänger und Luftabwehrmissionen. Sie erfüllte 8,500 Aufträge. 

Das 52. Jagdgeschwader wird weltweit fuer Einsaetze in Krisengebiete verlegt. Das Geschwader nahm bisher an 15 groesseren Operationen teil. Wir unterstuetzen weiterhin die Operationen Northern und Southern Watch nach dem sogenannten Air Expeditionary- Einsatzkonzept. Unser Personal wird zukuenftig an den NATO-Friedensintiativen in Bosnien und im Kosovo beteiligt sein. 

Das 52. Jagdgeschwader wird weiterhin eine Schlüsselrolle für den den Erhalt der Sicherheit in der Welt spielen. Die Soldaten des 52. Jagdgeschwaders stellen auch zukünftig, bis weit ins 21. Jahrhundert hinein, eine einsatzbereite Luftmacht dar. 

AIR BASE FAKTEN 

Die Wohnsiedlungen der Eifelgemeinde "Eifel Community" umfassen 2,104 Einheiten.